Rielasingen-Worblingen 12.11.2011 Bericht vom Südkurier
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Rattlinger
zünden ihr Feuerwerk
Rielasingen – Ka-Wumm, mit
einem Donnerschlag hat der Narrenverein Burg Rosenegg
das Jubiläumsjahr eröffnet. Pünktlich am 11.11 um 11.11
Uhr im Jahre 11 nach der Jahrtausendwende haben die
Schützen es knallen lassen – und das war nicht der
einzige Knalleffekt zum diesjährigen Freilichtspiel in
der Burgruine.
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Junker
Hans (Andreas Fürst) und Regisseurin Dagmar
Wenzler-Beger mit dem Gefolge: Junkersgattin Edith Auer,
Bauer Josef Duttle, Burgvogt Michael Blum und Räuber
Gerd Schoch.
Bild: Biehler
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Die Rattlinger
haben alle Register gezogen und ihr Publikum in helle
Begeisterung versetzt. Und die Gäste kamen zahlreich wie
selten auf den Berg zum traditionellen Martini spiel der
Rattlinger. An die 500 Gäste verfolgten die spritzige
Räuberpistole, denn einen Grund zum Feiern finden Junker
Hans (Andreas Fürst) und sein Burgvogt Spindler (Michael
Blum) allemal – auch wenn das Bauernvolk zu Martini
dieses Jahr nur gammeliges Gemüse, räßen Most, karges
Korn und flaue Fische auf Burg Rosenegg bringt. |
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Ka-Wumm: Im Jubiläumsjahr lassen es
die Herren krachen, greifen nicht zum Gammelfleisch,
sondern erkennen das junge Gemüse schnell in den
knackigen Bäuerinnen Samanta Fluck und Karin Busshardt
und dürfen gar noch jubeln, |

Bild:Biehler |

Bild:Biehler |
als
Mainhard aus Tirol (Florian Giner) mit herrlich
österreichischem Dialekt kommt, um seine Spielschulden
zu begleichen. Mit einem Mal ist von Krise keine Spur
und der Überfluss regiert. |
Da wird sogar
des Junkers resolute Gattin (Edith Auer) kurzerhand in
den Keller verwiesen. Mit süßen Schnecken genießen die
Herrschaften Martini und lassen sich weder von
eifersüchtigen Weibern (Marlene Martin, Marita
Reitze-Fürst), noch von wilden Räubern bremsen. |

Bild:Biehler |

Bild:Biehler |
Wa-Bumm! Als
es plötzlich ganz schwarz auf der Bühne wird, haben die
Räuber ihren großen Auftritt. Mit Puff und Peng und
Horrido stürmen sie die Szene und erobern mit ihren
wilden Gesängen alle Sympathien. Schnell haben der
Hauptmann (Peter Brütsch) und seine Räuberbraut
(Alexandra Schoch) den Schlachtplan ausgeheckt und die
Burg Rosenegg mit ihren Diebsgesellen Bernhard Beger,
Gerd Schoch, Josef Duttle, Daniel Schwarz und Gunnar
Kattge erobert, |
ebenso schnell ist die Beute
aufgeteilt. „Alle Weiber sind für mich“, bestimmt der
Hauptmann – und hat die Rechnung ohne den Junker
gemacht, der seine Frau ohnehin am liebsten den Räubern
schenken würde. Aber gerade die will der Räuberhauptmann
auch nicht so recht und scheitert grandios mit der
versuchten Erpressung, die dem Junker einzig ein
herzhaftes Lachen entlockt.
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Bild:Biehler |
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Doch das
Drehbuch von Manfred Walheim, Dagmar Wenzler-Beger und
Edith Auer bleibt voller Irrungen und Wirrungen: Am Ende
erkennen sich der Hauptmann und Junker Hans wieder,
erneuern die alte Freundschaft und die Räuber werden in
Rielasingen heimisch. „Wa-Bumm, wa-bumm“, singen sie.
Das könnte der Ohrwurm im Jubiläumsjahr der Rattlinger
werden, die vom 27. bis 29. Januar ihr großes
Narrentreffen zum 150. Geburtstag feiern werden. |
zu den Bildern vom Südkurier
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